Achtung: Die Veranstaltung findet leider nicht am 06. Mai statt, wir kümmern uns bereits um einen Ersatztermin.
Die politische Linke kämpft historisch schon immer für eine bessere Welt. Frei nach dem kategorischen Imperativ von Karl Marx „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“. Doch ergibt sich daraus, zugleich selbst frei von jedweden Ressentiments zu sein?
Der Antisemitismus ist der blinde Fleck der Linken.
Lars Hilbig wird anhand historischer Beispiele aufzeigen, dass der linke Antisemitismus so alt ist wie die politische Linke selbst. Hierbei wird der Schwerpunkt auf der frühen Zeit der sozialistischen Arbeiter:innenbewegung sowie antisemitischen Ausprägungen während der Blockkonfrontation liegen. Linker Antisemitismus, so Lars Hilbig, ist nicht nur in der BRD gerade nach 1968 aufgetreten, sondern hatte – insbesondere in der Ablehnung des Zionismus – in den sogenannten Ostblock-Staaten eine Tradition. So beschrieb schon Jean Améry, dass „der Antisemitismus, enthalten im Anti-Israelismus oder Anti-Zionismus wie das Gewitter in der Wolke“ ist.
Ebenfalls wird es um die Ereignisse des 07.10.23, dem größten antisemitischen Massaker seit der Shoah, gehen sowie um das Aufblühen des Antisemitismus im manichäischen Antiimperialismus.
Zum Referenten:
Lars Hilbig ist langjährig aktiv in der politischen Bildung, insbesondere zum Thema Antisemitismus. Er ist Mitglied des Bundesvorstand der Demokratischen Linken.
06. Mai 2026 | 19 Uhr
Link zur Teilnahme: folgt
